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Sysiphos

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21

Dienstag, 20. August 2013, 22:42

@Montross: Die überproportionale Darstellung besteht ja nicht nur bei karthagischen Städten, sondern auch bei Rom oder Alexandria zb. Gilt Ägypten auch als antikes Großsiedlungsgebiet, weil hier die Pyramiden erbaut wurden und ebenfalls tausende Menschen schufteten? Und selbst bei den karthagischen Städten ist die Lösung schlecht gewählt meiner Meinung nach. Alles -vom Hafen bis zum Bergwerk- scheint in eine Stadt gepresst zu sein, anstatt separat auf der Map darzustellen, wie noch bei Shogun 2 oder selbst beim Vorgänger RTW. Großsiedlungsgebiet hin oder her, auch geschichtlich betrachtet reichten die Mauern Neu Karthagos nicht von Gibraltar bis zur Ostküste Spaniens. Vereinzelte Silberbergwerke und separate Häfen hätten mir deutlich mehr zugesagt und wären auch realistischer, aber vllt sehe nur ich es so.

Aber Respekt, deine Erklärung ist plausibler und nachvollziehbarer, als alles was ich von CA Mitarbeitern im TWC zwischendurch gelesen hatte ;) Und wenn diese überproportionale Städtedarstellung nur bei wirklich wichtigen Städten wie Karthago, Rom, Alexandria oder Athen in diesen Größenverhältnissen ausgeprägt ist, stört es mich evtl auch nicht weiter, solange nicht jedes germanische oder gallische Kaff sich dermaßen aufblähen kann...

In memoriam: ~nushinta~

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Montross (21.08.2013)

22

Mittwoch, 21. August 2013, 11:15

Gut, alles in eine Stadt reinquetschen und Mauer drum herum ist schon irgendwo Blödsinn. Da fand ich die Lösung in den vorhergehenden Teilen auch wesentlich besser. Allerdings finde ich die flächenmäßige Städteausbreitung nicht einmal so schlecht. Erstens ist es geschichtlich nicht einmal so verkehrt und zweitens regt ein "wachsendes Imperium" die Moral an. Das geht mir zumindest so, wenn ich Landstriche einnehme und lange die Region aufbaue. Ich finde es auch nicht schlimm, dass es mit jeder Stadt möglich ist, den du musst das auch mal von der anderen Seite sehen. Das Spiel gibt dir in etwa einen geschichtlich angelehnten Startpunkt, ebenso ist das Flair geschichtlich angelegt, aber und das ist das Schöne an der TW-Reihe du hast die Möglichkeit nach deinem Ermessen zu handeln und die Geschichte zu verändern. Das schließt logischerweise auch mit ein vom vorgefertigten Pfad der Geschichte abzuweichen. Von daher ist es also nicht schlimm, wenn jede Region wachsen kann und jede Partei gleiche Voraussetzungen inne hat. Ich erinnere mich da an zwei Spiele, eines aus RTW und eines aus MTW2, wo ich hart die geschichtliche Logik gebrochen habe und froh war das man überall die gleichen Bedingungen vorfindet. Bei RTW evakuierte ich einmal das Seleukidenreich nach Britannien und bei MTW2 verschiffte ich mein Türkenreich nach Sizilien und Tunesien, weil der Druck durch Mongolen und Timuriden zu extrem wurde. Die Folge war eine türkische Rerekonquista. Das finde ich positiv, wenn man mit seinem Reich eine gewisse Entscheidungsgewalt inne hat. Hier lag übrigens für mich einer der Hauptgründe warum mir Babarian Invasion für RTW nicht gefallen hat, aber das ist eine andere Geschichte. Jedoch finde ich es gut, dass man auch aus dem letzten Germanennest eine blühende Metropole erschaffen kann. Das eröffnet einfach Spielalternativen.
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Sysiphos (22.08.2013)

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23

Donnerstag, 22. August 2013, 22:42

Die Idee an sich, dass Städtewachstum deutlich sichtbar auf der Kampagnenkarte darzustellen, ist auch in meinen Augen ja keine schlechte. Im Gegenteil, es erinnert an das Game of Thrones Intro und macht auch grafisch was her, aber die Größenverhältnisse passen IMO einfach nicht. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen, oder aber eine größere Karte, um die Ausbreitung der einzelnen Städte flächenmäßig zu kompensieren. Zweiteres hätte wahrscheinlich ein Spiel im Spiel zur Folge, da die iberische Halbinsel zb die Größe der gesamten japanischen Karte aus Shogun 2 hätte, vorrausgesetzt es gäbe auch mehr Städte...sicher auch irgendwo reizvoll, aber die Interaktion zwischen den Völkern würde darunter wohl eingeschränkt werden, obendrein würde sich der Release wohl um 1 Jahr verschieben, nein Danke :D
Mit den weiteren von dir aufgezählten Punkten stimme ich grundsätzlich auch zu, dass sich der Spielverlauf nicht zu linear auf geschichtliche Gegebenheiten orientieren sollte. Hier aber auch wiederum mit Einschränkungen, ein germanisches Dorf zb sollte dennoch nicht die Möglichkeit haben, unter germanischer Herrschaft sich zu einer Metropole wie Rom oder Karthago zu entwickeln. Einfach weil es den geschichtlichen Flair zunichte machen würde (meiner Ansicht nach), die Serie heißt immer noch immer TW und nicht CiV und beschränkt sich nach wie vor noch auf eine bestimmte Epoche mit individuellen Kulturkreisen, alle mit Ihren jeweiligen Stärken und Schwächen (Shogun fällt Szenario bedingt aus diesem Schema). Zumindest nicht so ohne weiteres, mit entsprechendem Technologieaustausch -falls Technologiehandel implementiert werden sollte- oder diverser Reformen, würde ich es mir noch einreden lassen, dass aus Trier eine antike Großstadt werden kann.
Bis zu einem gewissen Grad sollte man sich aber schon an den historischen "Fakten" orientieren, mit der Vorrausetzung die verschiedenen Fraktionen samt Ihren Herrausforderungen zu balancen, was im ersten Teil leider noch nicht der Fall war.

In memoriam: ~nushinta~

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Montross (23.08.2013)

24

Freitag, 23. August 2013, 15:22

Also ich fand, dass die Größenverhältnisse nie wirklich so hingehauen haben. Schon das erste Rom, hatte ein paar ziemliche Schnitzer drin. Ebenso, sieht man das Problem gut bei einigen Mods sehr deutlich, bei denen größere Städte fast schon zu nah zusammenliegen. Es ist nun einmal so, dass die Übersichtskarte nie wirklich 1 zu 1 die Landgegebenheit dargeboten hat. Aber es ist schon was dran, dass es störend ist wenn die Städte zu sehr expandieren und alles zu einem großen Brei wird. Also, vielleicht wäre weniger schon mehr gewesen, zumal eine Kartenvergrößerung enorme Performance frist.

Was ich allerdings gut finde ist, dass die Parteienvorrausetzungen beim Städtebau zumindest gleich sind. Das war bei Rome Barbarian Invasion beispielsweise nicht so. Da lag für mich auch einer der großen Knackpunkt, dass ich dieses Addon überhaupt nicht mochte. Es war nämlich so, dass man mit nur 3 Parteien überhaupt die Stadtmauern aus Stein bauen konnte (West- und Oströmisches Reich und den Sassaniden). Das hatte wiederum extremen Einfluss auf das Stadtwachstum, besonders wenn man doch mal einen Barbarenstamm spielen wollte. Mir ging das sehr auf den Kranz, dass man mit diesen Völkern nicht viel tun kann und keine Entwiklcung erzeugt. Man kloppt die ganze Zeit nur auf Masse, entwickelt keine Elite und zerstört nur alles. Mir kam da einfach keine Freude auf. Ebenso nervte mich, dass es fast unmöglich war das Weströmische Reich zu erhalten. Unterm Strich ist BI sehr krass und durch die geschichtliche Verbindung, die dort sehr gut getroffen ist, bleibt der Weg sehr linear und geschichtlich. Und das ist so ein Punkt der mich da stört. Ich spiele die TW-Reihe nicht nur weil ich Spaß an antiken und mittelalterlichen Schlachten habe und Geschihte nachempfinde, sondern auch, weil ich mit meiner Seite gern auch mal die Geschichte neu schreiben will und das geht eben leider verloren, wenn die Chancengleichheit zwecks geschichtlicher Nähe auf der Strecke bleibt.
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Sysiphos (25.08.2013)

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25

Sonntag, 25. August 2013, 15:29

Stimmt schon, jeder Teil der Reihe hatte seine (mal größeren, mal kleineren) Macken was die Größenverhältnisse der Karte angeht, wobei dies bei Shogun 2 noch am besten gelöst wurde mMn. Alles in allem überhaupt ein sehr rundes Spiel mit wenigen Fehlern in meinen Augen. Im Gegenzu litt die Einheitenvielfalt und Fraktionsindividualität unter dem Szenario, was leider die Langzeitmotivation getrübt hat. Gut, dass ist wiederum ein anderes Thema.

Ganz so schlimm wie in Babarian Invasion sollte es ohnehin nicht werden oder wird es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit auch nicht, die Infos zum neuen Armeesystem klingen zumindest danach, dass Massenheere auf Wanderschaft vorläufig noch nicht möglich sind. Kommt aber vllt ebenfalls wie damals als Add-on, die Spätantike ist geradezu prädestiniert dafür. Wobei ich eine Neuauflage von Alexander eher bevorzuge bzw Szenarien aus der Frühantike.
Mit BI bin ich damals aber ebenfalls nicht warm geworden, habe bis heute keine Kampagne zu Ende gespielt. Entweder war es zu stressig (Weström. Reich), zu einseitig und alternativlos (zb Hunnen und das Hordensystem) oder einfach nur stinklangweilig und ohne jegliche Dynamik (Sassaniden). Ich glaube meine Spielzeit für BI lag knapp über Empire, also um die 13-14h herum..

Zurück zu Rome, seit einigen Tagen ist bekannt, dass die Seleukiden Anfang Oktober nun doch als Free DLC zur Verfügung stehen. Freut mich natürlich, dass man sich schlussendlich doch für diesen Schritt entschlossen hat! Die nachfolgende Info mit dem Kulturpaket der Reitervölker (Skythen, Massageten und Roxolanen) als kostenpflichtigen DLC war wiederum ein Dämpfer...zumindest alle Völker, die man auch beim ersten Teil kostenlos freischalten konnte, sollten auch kostenlos verfügbar sein im Nachfolgetitel! Heißt im Klartext Skythen kostenlos, die anderen Beiden meinetwegen kostenpflichtig, dass wäre fair gewesen.

In memoriam: ~nushinta~

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sysiphos« (25. August 2013, 15:53)


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Montross (25.08.2013)

26

Sonntag, 25. August 2013, 17:59

Okay, das mit den nicht spielbaren Partein ist ganz großer Mist! Ich verstehe nicht wie man auf die Idee kommen kann eine so wichtige Partei wie Seleukeia als nicht spielbar in die Vanilla zu setzen! Diese Partei stellte einen essentiellen Machtfaktor zu dieser Zeit dar! Das ist irgendwie für mich so als ob man Karthago nicht spielen könnte oder dürfte! Bei diesem Szenarioausgang wo es um die antike Vorherrschaft um den Mittelmeerraum geht sollten meines Erachtens klar Rom, Karthago, Ägypten, die griechischen Städte. Makedonien, Seleukeia, Germanen und Gallier spielbar sein. Schön wäre auch noch Spanien und Numidien, aber gut, da könnte man noch Abstriche machen, aber so ist es doch echt doof. Naja, ich bin kein Freund von nicht spielbaren Fraktionen. Das hat mich bei der TW-Reihe schon immer am meisten geärgert. Ich hätte beispielsweise so gerne eine Spanienkampagne gespielt. Diese Stierkämpfer waren meine Lieblingseinheit, leider konnte man die nie wirklich benutzen und so ging das bei einigen Einheitentypen. Da wurde und wird absolut Potential verheizt und gerade bei Rome ist das leider wohl Tradition geworden. Da wird der erste Ansatz für eine Mod sein, da bin ich mir fast schon sicher. Wird dann wohl so werden wie Europa Barborum, welches genau dieses Problem bei RTW behob und jede Menge alternative Fraktionen anbot. Da hatte man unter anderem auch noch die Möglichkeit Epirus zu spielen und fast alle gesperrten Fraktionen wurden spielbar. Zudem wurde die Karte nach Osten hin erweitert und man setzte noch Saba, Getai und Samarten ein. Das war die beste interpretation die ich von Rome je gespielt hatte, leider war sie in Englisch und neigte dazu öffters mal abzustürzen, aber sonst war sie absolut genial. Ich verstehe nicht warum, solche Schnitzer immer im Hauptspiel drin sein müssen. Ist doch, klar dass das die Gamerschaft nervt und frustet.
Stolzes Mitglied von Eletheria i thanatos


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Sysiphos (02.09.2013)

27

Dienstag, 27. August 2013, 17:24

hab mir mal die Map genauer angeschaut, frag mich wo die ganzen fracktionen sei sollen , die muesste normaler weise viel groesser sein die map. oder haette CA so machen wie RTW1 U. MTW2 jeweils 20 fracktionen und addons, das waere gescheiter gewesn als son mist.

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